Faire Löhne - JA! Staatseingriffe - NEIN!

01.05.2014 19:03

Faire Löhne? Einverstanden. Sie liegen im Interesse des Unternehmens. Und das Unternehmen liegt im Interesse des Eigentümers. Und zwar im ausschliesslichen Interesse desselben. Allenfalls der Eigentümerin, von mir aus. Nun soll Vater Staat das regeln, anstelle des Eigentümers. Ist der Staat der bessere Unternehmer? Ein beispielhafter Blick auf die Deckungsgrade der öffentlich-rechtlichen Pensionskassen bewertet stellvertretend das staatliche Unternehmertum, welches von ihm ja eigentlich auch nicht verlangt wird. Fazit: Faire Löhne sind Eigentümersache. Nicht Staatssache. Darum Mindestlohninitiative: Njet.

Warum haben wir die Initiative auf dem Tisch? Ganz einfach. Weil einige Unternehmen nicht im Interesse des Eigentümers agieren. Je grösser das Unternehmen, je schwieriger wird es, sein Interesse durchzusetzen, je anspruchsvoller wird die Lenkung in seinem Sinne. Wer ist gefordert? Eben die Eigentümer, das war auch das Ziel von Herrn Minders Initiative. Auch die beschert uns Vater Staat als Regulator. Also auch nicht das Gelbe vom Ei, aber was wäre die Alternative gewesen? Wir haben in der Schweiz etliche Wirtschaftsverbände. Ich frage mich derweil, ob die sich nicht in AG-Form umwandeln sollten, damit sie endlich Eigentümer bekommen...

Was schliesslich das "starke Land" betrifft: Ich hoffe, der eigentliche Satz heisst nicht "immer noch ein starkes Land, was machen wir nur dagegen".

Viktor Ackermann, zum Tag der Arbeit, 1.5.14

 

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